Sylvia Dellinger - Psychotherapie HPG, S-MH Linkshänderberatung

 

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©2000 - 2015 Sylvia Weber

 

 

Die musikgeleitete Therapie nach Bonny und die Gesprächstherapie nach Rogers kommen beide aus der humanistischen Psychotherapie und ergänzen sich meiner Erfahrung nach wunderbar.

 

 

Wie funktioniert musikgeleitete Psychotherapie nach Helen Bonny ?

 

Helen Bonny, Musikerin und Psychotherapeutin, entwickelte in den USA vor etwa fünfzig Jahren spezielle Musikprogramme, die psychotherapeutische Wirkung haben. Es handelt sich in aller Regel um drei bis acht klassische Musikstücke, die in einer festgelegten Reihenfolge gehört werden.

 

Im entspannten Zustand hören Sie ein solches Musikprogramm, das ich nach einem Vorgespräch mit Ihnen passend zu Ihrem persönlichen Thema und der aktuellen Stimmung ausgewählt habe.

Die Musikstücke rufen tagtraumähnliche Vorstellungen hervor, Bilder, ähnlich eines inneren Films oder auch körperliche Empfindungen. Diese beschreiben Sie mir im Verlauf des Musikprogramms, so dass ich weiß, was in Ihnen vorgeht. Ab und zu werde ich Fragen dazu stellen, um besser zu verstehen oder Sie zu motivieren, genauer wahrzunehmen oder sich mit dem Gegebenen vertieft auseinanderzusetzen.

 

Die Empfindungen und Bilder zur Musik führen Sie im entspannten Zustand direkter und klarer zu Ihren Seelenbedürfnissen, als dies im normalen Wachzustand möglich wäre. Am Ende Ihrer „Musikreise“ fühlen Sie sich daher sehr verbunden mit sich selbst. Es ergibt sich eine tief empfundene und klare Erkenntnis was diese „Reise“ für Sie und Ihr Thema bedeutet.

 

In der Musik ist es möglich, unbewussten Konflikten zu begegnen und sie zu verarbeiten oder heilsame und stärkende Erfahrungen zu machen – je nachdem, was Sie für Ihren Heilungsprozess gerade brauchen.

 

Wie funktioniert Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers ?

 

Im Gespräch mit Ihnen fühle ich mich in Ihr Empfinden ein, was Sie direkt ausdrücken, oder in Ihren Worten mitschwingt. Ich spiegle Ihnen diese Gefühle im Gespräch zurück und stelle Fragen, wenn mir Ihre Haltung und Ihr Empfinden nicht ganz klar ist. Dies lässt auch für Sie immer klarer und prägnanter werden, was Sie wirklich fühlen und eigentlich möchten, wie und wer Sie eigentlich sind. Sie erkennen sich selbst und Ihre Bedürfnisse dadurch immer besser und gewinnen im Laufe der Zeit die Sicherheit und den Mut, auch ausserhalb der Therapie Ihre Bedürfnisse leichter zu spüren, immer besser zu sich selbst zu stehen und für Ihr psychisches Wohlbefinden zu sorgen. Nach und nach verändert sich Ihr Leben unmerklich oder manchmal auch in deutlich spürbarem Schritt in die Richtung, die Ihnen entspricht und Sie zufrieden und glücklich macht.

 

Rogers eigene Worte geben wieder, in welcher Atmosphäre die Therapie abläuft:

 

Mir scheint ich erreiche mehr, wenn ich mir selbst zustimmend zuhören kann, wenn ich ganz ich selbst sein kann. Ein Kommentar dazu weiter unten: Manchen mag diese Entwicklung befremdlich erscheinen, mir ist sie deshalb wertvoll, weil sie das merkwürdige Paradoxon ergibt: wenn ich mich so wie ich bin akzeptiere, dann ändere ich mich. Ich glaube, dies sowohl von meinen Klienten wie auch aus eigener Erfahrung heraus gelernt zu haben – dass wir uns nicht ändern können, uns nicht von dem, was wir sind, entfernen können, bis wir völlig akzeptieren, was wir sind. Dann ereignet sich fast unmerklich die Veränderung. (aus: Carl Rogers, Die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie“ 1951)